Bürgerprotest gegen Flickstraße

In Dellach am Wörthersee kämpfen die Gemeindebürger derzeit gegen ein geplantes Straßenbauprojekt der Landesregierung. Wir Mutbürger waren direkt vor Ort und haben uns mit Vizebürgermeister Rothe von der Bürgerliste Maria Wörth Lebenswert und der Initiatorin der Bürgerinitiative persönlich ein Bild der Lage gemacht.

Die Milliardärin Ingrid Flick will in Dellach 800 Meter der bestehenden Wörthersee-Süduferstraße erwerben.

Die derzeitige Straße soll 100 Meter weiter nach hinten in ein steiles Waldstück verlegt werden. Die neue Straßenführung sieht unter anderem eine Untertunnelung (ca. 168 Meter) inkl. Radweg vor und liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet .Die Kosten dafür sind vom Land auf 3,5 bis 4 Millionen Euro geschätzt.Zusätzlich erhält das Land knapp 1,5 Millionen Euro als Wertausgleich für die alte Landesstraße.„Die gesamten Kosten, die im Zusammenhang mit der Planung und Verlegung der Landesstraße entstehen werden von Frau Flick getragen. Das hört sich eigentlich alles ganz gut an…..

Wenn man sich jedoch die Hintergründe genauer ansieht, dann merkt man, dass sich hier ein weiterer politischer Skandal anbahnt. Von der Landesregierung gab es dazu einen Beschluss dem auch Peter Kaiser und die SPÖ zugestimmt haben.http://www.ktn.gv.at/42611p_DE-Landesregierung-LH_Gerhard_Doerfler.?newsid=20001&backtrack=42611

Landeshauptmann Dörfler begründet die neue Straßenführung mit einem notwendigen Lückenschluss des Radwegenetzes. Diese Worte sind für die Bürgerinitiative allerdings ein Hohn. Das 800 Meter lange Teilstück in Dellach ist eine der wenigen geraden Straßenabschnitte und somit auch einer der sichersten für die Radfahrer.Auf der Strecke von Maria Wörth bis Dellach hingegen gibt es derzeit keine Abgrenzungen zur Fahrbahn sondern teilweise nur schmale Gehwege. Das sind immerhin vier Kilometer.

Vizebürgermeister Helmut Rothe von der Bürgerliste Maria Wörth Lebenswert meint dazu:

Derzeit liegt noch keine Umwidmung vor. Die Vorgangsweise der Landespolitiker ist demokratiepolitisch aber nicht in Ordnung. Politiker sollen die Öffentlichkeit vertreten und nicht die Pläne einer Privatperson.

Ingrid Flick und Tilo Berlin, der dort ebenfalls ein Bootshaus besitzt sind die einzigen die davon profitieren . Die Allgemeinheit wird in ein dicht bewachsenes , steiles Waldgebiet verdrängt, das teilweise untertunnelt werden soll und mitten im Landschaftsschutzgebiet liegt.